LignoTUBE für Rohstoffeffizienzpreis nominiert

Erst München dann Berlin, für die Dresdner Gründer Curt Beck und Robert Taranczewski standen in den vergangen Wochen gleich zwei Preisverleihungen auf dem Programm. Die Ehrungen für ihr Furnierverbundrohr LignoTUBE führte die beiden Jungunternehmer im Oktober von der sächsischen in die bayrische Landeshauptstadt und im November ging die Reise ins Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) nach Berlin.

Der Einladung zur Preisverleihung des Materialica Design + Technologie Awards folgte prompt die Nominierung zum Deutschen Rohstoffeffizienzpreis. „Wir freuen uns über so viel positive Resonanz“, sagt Industriedesigner Robert Taranczewski. „Das zeigt uns, dass wir mit unserem neuen ökologischen Werkstoff auf dem richtigen Weg sind“, so der Gründer und Geschäftsführer des Dresdner Unternehmens LignoTUBE technologies weiter.

Holzrohr lautet die schlichte Übersetzung für LignoTUBE, gemeint sind damit robuste Leichtbaurohre made in Dresden. Für die Namensgebung wurde der lateinische Begriff „lignum“ für Holz leicht abgewandelt, „tube“ ist englisch und bedeutet Rohr oder Röhre. Im Einzelnen bestehen LignoTUBEs aus Echtholzfurnier, das in mehreren Lagen unter Druck miteinander verklebt wird. So entsteht eine Art Sperrholz mit rundem Querschnitt. Hierfür haben Beck und Taranczewski in fünfjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit eine neuartige Technologie entwickelt und diese auch zum Patent angemeldet.

Jetzt ernten die Dresdner für ihre Leichtbauinnovation die verdienten Lorbeeren: Im Oktober wurde das konstruktive Designhalbzeug mit dem goldenen Materialica Design + Technologie Award in der Kategorie CO2-Effizienz ausgezeichnet und im November folgte die Nominierung für den Rohstoffeffizienzpreis der Deutschen Rohstoffagentur der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe.

Als einziges Start-up unter gestanden Unternehmen wurden die Dresdner am 28. November zur Preisverleihung in das Bundeswirtschaftsministerium geladen. Die Preisverleihung durch Staatssekretärin Anne Ruth Herkes fand im Rahmen der Fachkonferenz „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ statt. Zwar reichte es für die Newcomer am Ende nicht zur Prämierung. Doch dass die LignoTUBEs zu den besten acht rohstoffeffizienten Produkten und Prozessen in Deutschland zählen, kann als großer Erfolg gewertet werden.

„Die materialeffiziente Herstellungsweise der LignoTUBEs ergibt sich aus einem äußerst sparsamen Einsatz des nachwachsenden Rohstoffs Holz, wodurch wir einen erheblichen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten können“, erklärt Curt Beck, Diplomingenieur für Verfahrenstechnik und einer der beiden Gründer. „Darüber hinaus bieten unsere Furnierverbundrohre eine umweltfreundliche Alternative zu energieintensiven und klimaschädlichen Konstruktionsmaterialien wie Aluminium, Stahl, Kunststoff oder Carbon. Dadurch lässt sich der Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren und nicht-regenerative Rohstoffe können eingespart werden“, so Beck weiter.

Nachhaltigkeit und Ökologie werden laut BMWi am Industrie- und Innovationsstandort Deutschland immer wichtiger. Der neue Werkstoff LignoTUBE überzeugt durch Materialeffizienz und eine positive CO2-Bilanz, außerdem vereint er Technologie mit Ökologie und Design. Somit entspricht das Leichtbauprofil gänzlich den Zeichen der Zeit.